ADHS bei Kindern

 ADS - bei Kindern:

Maja besucht die 2. Klasse Volksschule. Schon kurz nach der Einschulung fiel der Lehrerin auf, dass Maja kaum bei der Sache ist. Von jeder Kleinigkeit lässt sie sich ablenken. Es wundert daher nicht, dass sie selten ihre Aufgaben zu Ende bringt. Wenn sie nach Hause kommt, weiß sie häufig nicht, was Hausübung ist. Die Hausübung dauert eine Ewigkeit und Maja zögert sich lange hinaus. Arbeiten die eigentlich in 15 Minuten erledigt sein könnten, dauern bis zu einer Stunde, wenn die Mutter unmittelbar dabeisitzt. Sonst wird Maja oft gar nicht mit der Hausübung fertig....

ADHS - bei Kindern:

Schon morgens ist Max kaum zu bremsen! Bereits um sieben Uhr steht er  vor dem Bett der Eltern und erzählt  laut Geschichten. Ständig ist er in Aktion, an keiner Stelle, bei keiner Tätigkeit hält er länger als ein paar Minuten aus. Selbst beim Spielen lässt er sich ablenken. Vor allem muss er seine Mutter ständig etwas Wichtiges fragen oder ihr etwas ganz dringendes erzählen. Die Mutter kommt zu gar nichts mehr und hat schon kurz nach dem Aufstehen das Gefühl, dass ihr alles zu viel wird...

Diese und ähnliche Geschichten kennen viele betroffene Eltern. ADHS gehört derzeit zu den meist diagnostizierten psychiatrischen Störungsbildern bei Kinder- und Jugendlichen. Impulsivität, kurze Aufmerksamkeitsspanne, motorische Unruhe und Einschränkungen im Bereich der Aufmerksamkeit machen Kindern- und Jugendlichen das Leben manchmal recht schwer!

ADHS tritt beginnend mit dem Säuglingsalter in den unterschiedlichsten Lebensbereichen auf (wird aber natürlich nicht immer gleich erkannt):

Säuglingsalter

Von ADHS betroffenen Säuglingen gehören oft zur Kategorie “Schreibaby”, sie sind sehr schwer zu beruhigen, etwas anstrengender, wissensdurstig und haben viel Temperament.

Kindergarten

In diesem Alter tun sich die Kleinen oft sehr schwer mit dem Einhalten von Regeln, neigen zu ausgeprägten Trotzanfällen und können sich durch die leichte Ablenkbarkeit nur schwer in eine Gruppe integrieren. Einerseits haben sie manchmal einen regelrechten Aktivitätsüberschuß und andererseits fühlen sie sich bei anstrengenden Aufgaben schnell überfordert.  

ADS-Kindergartenkindern ohne Hyperaktivität ist es vor allem in einer großen Gruppe schnell zu laut und sie ziehen sich zurück. Sie wirken sehr ruhig und angepasst. 

Schulzeit

Bei vielen Kindern tritt das ADHS in dieser Phase immer mehr in den Vordergrund, da sie die von der Schule gestellten Anforderungen dadurch teilweise nicht erfüllen können. Sie leiden unter mangelndem Selbstvertrauen, Ängsten und Schulkopfschmerzen. Außerdem haben sie durch ihr Verhalten auch oft weniger Freunde.

Oft wird von Seiten der Lehrer oder Erzieher den Eltern die Schuld am auffälligen Benehmen ihrer Kinder gegeben. Die Forderung nach mehr und besserer Erziehung und der Druck, mehr für die Schule zu üben, führt oft zu großer Hilflosigkeit und Verzweiflung bei den Eltern. 

Manchmal kann es aber auch zu Auffälligkeiten im Bereich der Körperwahrnehmung (Schrift, Balancieren Feinabstimmungen), Sehwahrnehmung (Lese- und Schreibprobleme) und Hörwahrnehmung (Sprachentwicklung, Sprachverarbeitung und/oder Lese- und Rechtschreibschwächen) kommen.

Der Hyperfokus


ADHS bedeutet aber nicht, sich grundsätzlich nicht konzentrieren zu können. Wenn Kinder großes Interesse an einer Tätigkeit zeigen, ist das Konzentrationsniveau erhöht (Hyperfokus), dann kann man oft die besonderen Fähigkeiten erkennen. Wenn ADHS-Kindern eine Tätigkeit Spaß macht, sie nicht zu leicht ist und sie nicht überfordert sind, befinden sie sich im sogenannten Flow-Zustand. Sie sind dann zu außerordentlichen Leistungen fähig und sind dann in Resonanz mit ihrer Umwelt, ihren Bedürfnissen und Fähigkeiten. 

Gerne unterstütze ich ihr Kind bei der Entdeckung seiner Talente und Fähigkeiten, wie genau erfahren Sie hier